[Jugendhaus] Offener Brief des Stadtjugendrings an die Stadt
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fettback,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, Mitglieder des JuPa und der Verwaltung,
der Stadtjugendring Biberach befürworiei im Namen aller Mitgliedsverbände den Bau des Jugendhauses in Biberach, da es von den Jugendlichen dringend benötigt wird. Es wird Zeit, dass es in Biberach einen Platz für die Jugend gibt, an dem man sich ohne Verpflichtung etwas zu konsumieren oder Mitglied sein zu müssen, einfach treffen und seine Freizeit sinnvoll gesialten kann. Wir fordern Sie daher auf, diesem Projekt hohe Priorität einzuräumen, da die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage und der aktuelle Familienbericht den Bedarf unstrittig offengelegt haben.
Das von Jugend Aktiv vorgestellte Konzept wurde von den Verbänden diskutiert und für sinnvoll und zukunftsweisend befunden und befürwortet.
Wir wollen im Namen der Verbände darauf hinweisen, dass eine Zusammenlegung und Zentralisierung aller für die Jugend bereitgehaltenen Räumlichkeiten aufgrund der Nutzung als Vereinsräume oder Veranstaltungsräume nicht sinnvoll wäre. lm Gegenteil: die Veteilung von Veranstaltungsräumen in Biberach ist sinnvoll, da die Jugendlichen nicht mobil sind und so auch verschiedene kleinere Veranstaltungen das kulturelle und gesellschaftliche Leben bereichern. Und unsere Verbände benöti-
gen nicht nur weilerhin im gleichen Umfang wie bisher ihre Räumlichkeiten, sondern es besteht darüber hinaus noch Bedarf an Räumen. lmmer wieder kommen Anftagen von Gruppen und Verbänden, die Räumlichkeiten suchen.
Sie, als Vertreter der Stadt, müssten doch froh sein, dass die Jugend in Biberach so aktiv ist und die Stadt durch die Verbände und offene Angebote bereichert. Was ist schöner als eine lebhafte Stadt, in der sich jeder wohl fühlt, egal in welchem Alter? ln der Familien sich ansiedeln, weil die Stadt attraktiv für Jung und Alt ist. Und darin zu investieren. lohnt sich darum umso mehr.
Die Ziele des Jugendhauses sind nicht nur, das Ermöglichen von offener Jugendarbeit, sondern auch das Fördern von lntegration. Es soll eine friedvolle und sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglichen, ohne dabei andere Mitbürger einzuschränken oder zu stören. Es soll natürlich auch einen Anreiz geben, sich für die Gemeinschaft stark zu machen und zu gesellschafilichem Engagement hinführen.
Unsere Mitgliedsverbände sehen in dem Haus der Jugend auch eine Chance, die Jugendlichen einfacher über Projekte und Aktionen zu informieren und für diese zu gewinnen und hinter den Bildschirmen hervorzuholen.
Wir hoffen, wir konnten Sie von der Wichtigkeit des Hauses der Jugend überzeugen und dass Sie lhre Entscheidungen nun auch im Sinne der jugendlichen Mitbürger treffen werden.
Hochachtungsvoll
Markus Schilling
1. Vorsitzender
